Souvenir 1 / I - XII 2009, digital prints on porcelain, glazed and fired, 18 x 24 cm


Life begins with amnesia which is accentuated by the subsequent first memories. They are bits and pieces, isolated images, flashes in the dark.

 

In probing my childhood (which is the next best to probing one’s eternity) I see the awakening of consciousness as a series of spaced flashes, with the intervals between them gradually diminishing until bright blocks of perception are formed, affording memory a slippery hold. (2)

 

The series Souvenir is about these first memories, the emergence of a visual image, of memory. An evolving form that is amorphous, intangible, in constant metamorphosis. It appears and disappears like the tides, always on the verge of materializing and dissolving. Fragile texture. Shapeless foam.

 

(2) Vladimir Nabokov, Speak, Memory: An Autobiography Revisited, Vintage International, 1989, p. 20-21

 

 

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Das Leben beginnt mit einem Gedächtnisverlust, den die ersten Erinnerungen nur unterstreichen. Es sind Fetzen, losgelöste Bilder, Blitzlichter im Dunkeln (spots).

 

Wenn ich meine Kindheit erkunde (was nahezu der Erkundung der eigenen Ewigkeit gleichkommt), sehe ich das Erwachen des Bewusstseins als eine Reihe vereinzelter Helligkeiten, deren Abstände sich nach und nach verringern, bis lichte Wahrnehmungsblöcke entstehen, die dem Gedächtnis schlüpfrigen Halt bieten. (1)

 

Die Serie Souvenir 1 beschäftigt sich mit diesen ersten Erinnerungen, der Entstehung von Visuellem, von Gedächtnis - eine amorphe Form, Sich - Bildend, nicht greifbar, in permanenter Metamorphose. Sie taucht auf und verschwindet wieder, wie Ebbe und Flut, ist immer im Begriff des Entstehens und Sich - Auflösens, eine fragile Konsistenz, ein formloser Schaum.


(1) Vladimir Nabokov: Erinnerung, Sprich; Wiedersehen mit einer Autobiographie, Übersetzung Dieter E. Zimmer, in: V. Nabokov, Gesammelte Werke Band XXII, Rowohlt Verlag  1991, S. 22

 

 

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